Meine Geschichte

Gemeinsam am Tisch

Ich bin ein Familienmensch. Seit bald 25 Jahren verheiratet. Unsere Kinder sind erwachsen, doch umso mehr geniesse ich es, wenn Celina, Yannick und Sanja nach Hause kommen, zusammen an unserem grossen Tisch sitzen und berichten, diskutieren, streiten und doch einander zuhören. Am Tisch entwickeln wir Ideen und finden Lösungen. Ich bin oft derjenige, der am längsten zuhört. Manchmal lacht meine Familie und fragt, warum ausgerechnet ich in der Politik bin.

Für mich ist klar, warum ich Politik mache. Ich möchte, dass der Kanton funktioniert wie ein grosser Familientisch, an dem alle Platz haben. Ein Tisch, an dem wir Herausforderungen diskutieren und gemeinsam nach Lösungen suchen. Und nachdem wir uns ausgesprochen haben, stehen wir auf und machen uns an die Arbeit, die gemeinsamen Ideen umzusetzen. Ich will mich an die Arbeit machen für Graubünden. Deshalb kandidiere ich für die Regierung.

Vielfältige Erfahrung in Beruf und Politik 1

Allen einen Platz am Tisch zu schaffen: Darum bin ich Lehrer geworden. Unterrichten bedeutet: Man ist Vorbild, Ratgeber und Komplize zugleich. Ich will den Kindern nicht nur das Rechnen, Schreiben und Lesen beibringen, sondern auch die Leitsätze fürs Leben mitgeben: eigenständig zu denken, zu seiner Meinung zu stehen und zusammen zu handeln. Einigen hundert Schülerinnen und Schüler durfte ich so auf die Herausforderungen in unserer Gesellschaft vorbereiten.

Wie man die Leute an den gemeinsamen Tisch bringt, habe ich auch als Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Landeskirche Graubünden gelernt. Eine aktive und lebensnahe Landeskirche, die die Menschen in unserem Kanton im Alltag unterstützt - dafür stehe ich ein. Eine Kirche, die anpackt mit Freiwilligenarbeit, wenn es um die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren geht; wenn es darum geht, Flüchtlinge einzubinden; wenn es darum geht, die Bündnerinnen und Bündner in Beziehungsfragen zu beraten. Wer etwas bewegen will, darf nicht Moralapostel auf der Kanzel sein. Wer etwas bewegen will, hört den Menschen zu, und kümmert sich um die alltäglichen Probleme.

Graubünden ist ein grosser Tisch, und ein sehr weitläufiger und verwinkelter dazu. Als Verwaltungsrat der RhB leiste ich einen Beitrag zur Vernetzung unserer Talschaften . Die RhB schafft es seit über einem Jahrhundert die Menschen in Graubünden zusammenzubringen. Und Menschen aus aller Welt nach Graubünden zu bringen. Dank ihr wurden aus abgelegenen Bergdörfern Kur- und Wintersportorte von Weltruf. Nun geniesst die RhB diesen Weltruf auch selbst. Dass ihre Albulastrecke Weltkulturerbe ist, würdigt einerseits eine grandiose Ingenieurs- und Kulturleistung. Andererseits sagt es uns: Graubünden ist dort Weltklasse, wo es die Menschen zusammenführt. Das muss unser Credo sein als mehrsprachiger Grenzkanton, als Gastgeberkanton.

Hartes Pflaster

Am Bündner Tisch finden mehr Menschen Platz als anderswo. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Mit meinen Eltern habe ich erfahren, wie es ist, wenn der Platz am Tisch plötzlich weg ist. Sie führten einst im Familienbetrieb eine Metzg im Prättigau. Pack an, und du wirst es schaffen. Daran haben sie geglaubt und mir das vermittelt. Aber dann half meinen Eltern ihr Wille nicht mehr. Die Metzg musste geschlossen werden und wir mussten nach Landquart ziehen, weil es dort Arbeit gab. Graubünden kann ein hartes Pflaster sein. Das erleben aktuell viele Betriebe in der Gastronomie und Hotellerie.

Ich bin in die Politik eingestiegen, weil ich denjenigen einen Weg zurück an den Tisch geben will, mit denen es das Leben nicht gut gemeint hat. Weil ich ihnen Gehör verschaffen möchte: Den Arbeitnehmenden, deren Reallöhne nicht mehr besser werden; dem Kleingewerbe, das unter der Bevölkerungsabnahme in den Talschaften leidet; den unzähligen Freiwilligen, die sich für unser Gemeinwohl einsetzen. Ich möchte ihre Vertretung in der Regierung sein. Und ich bringe die Erfahrung mit, um sie gut zu vertreten.

Vielfältige Erfahrung in Beruf und Politik 2

12 Jahre durfte ich im Gemeindevorstand von Igis-Landquart Nägel mit Köpfen machen. Zuerst verantwortlich für Landwirtschaft, Wald und Umwelt lernte ich die Alpwirtschaft und den Holzhandel kennen. Ich setzte mich für attraktive Naherholungsgebiete und praktischen Naturschutz ein. In meiner Zeit als Verantwortlicher für die Industriellen Betriebe machten wir Landquart zur Energiestadt. Als erste Gemeinde der Schweiz haben wir in Landquart die Strassenbeleuchtung flächendeckend mit LED-Lampen ausgerüstet. Der gemeinsame Tisch soll schliesslich klug beleuchtet sein.

Seit 2006 arbeite ich auch im Grossen Rat für einen erfolgreichen und gerechten Kanton. Als Fraktionspräsident der SP bin ich nicht einseitiger Interessenvertreter, sondern der Mittelsmann zu den anderen politischen Lagern. Ich suche über die Parteigrenzen hinweg nach Kompromissen. Ich mag diese Aufgabe. Wir müssen aufeinander eingehen in der kantonalen Politik. Parteiengezänk kann sich Graubünden nicht leisten. Stattdessen müssen wir gemeinsam die Herausforderungen anpacken.

Lebenswertes Graubünden

Was wir uns leisten müssen, sind eine Umweltpolitik, die unsere wichtigsten natürlichen Ressourcen erhält: eine intakte Landschaft und sauberes Wasser. Was wir uns leisten müssen ist eine Bildungslandschaft, die in allen Talschaften Ausbildung und Arbeitsplätze bringt. Speziell am Herzen liegen mir dabei die Mittelschulen im ganzen Kanton. Was wir uns leisten müssen ist Kulturförderung in der Spitze und Breite mit Beträgen, die einen echten Unterschied ausmachen. Wir sind ein Kulturkanton. Was wir uns leisten müssen ist eine Sportförderung, die auf wiederkehrende Events und hervorragende Trainingsinfrastruktur fokussiert. Als Bobsportler fuhr ich schliesslich zwei Saisons im Europacup. Ich war Leichtathlet, Dauerläufer, Sprinter, Schieber, Draufgänger und Wettkampftyp

Ich mag den sportlichen Wettkampf noch heute. Kompromisse in der Politik, klar. Aber gewinnen ist auch für mich dann doch schöner als verlieren. So steige ich in die Vorwahlen. Die Vorwahlen sind auch Breitensport. Sie bringen mehr Beteiligung. Mehr Beteiligung ist Doping für unsere Demokratie. Legal. Ich freue mich darauf, in den Vorwahlen, im eigentlichen Wahlkampf und als Regierungsrat den Bündnerinnen und Bündner zuzuhören, mit ihnen in Bewegung zu sein.